Es war einmal ein Jüngling, den sie Nupp nennen. Nupp wuchs wohlbehütet in einer großen Stadt namens Bangkok auf und träumte immer davon, in die Ferne zu gehen, auf eine Insel, wo das Gras saftig und das Gesundheitswesen schlecht. Dort gibt es auch eine große Stadt, allerdings nicht ganz so groß wie Bangkok.
Eines Tages las Nupp in einer online-Anzeige, wie jemand ein Restaurant in jener fernen Stadt namens London zum Verkauf anbot. Eine Million Taler wollte er haben. Das ist eine Menge Geld, dachte sich Nupp, aber der Gedanke, in London ein Restaurant zu besitzen wurde Nupp nicht mehr los. Wie sehr wollte Nupp ein eigenes Restaurant haben! Ganze Bücher hatte er verschlungen, in der beschrieben wird, wie man ein Restaurant betreibt. Er ging zu seinem Onkel und bettelte. "Bitte, Herr Onkel, gib mir etwas Geld, damit ich dieses Restaurant in London kaufen kann und reich werde!" Der Onkel, ebenfalls ein geschäftstüchtiger Mann, gab Nupp etwas von seinem Vermögen, so dass dieser für eine Million Taler letztlich das Restaurant kaufte.
So kam Nupp in London an und sah, dass das Restaurant in einem englischen Pub war. Es war dunkel und gruselig. Englisch halt. Da Nupp trotz seines Eifers nicht kochen konnte, suchte er nach einem Koch. Da kam ein junger Geselle über dem Weg. Dieser hieß Johnny und kann recht gut kochen. Das wusste er wohl auch, denn er verlangte 50 Pfund pro Tag.
So wäre es geblieben und Nupp wäre am Ende ein ganz armer Mann geworden, würde nicht Nupps Onkel unter die Arme greifen. Aber das Geschäft läuft schlecht, während sich der Johnny den Bauch vollfraß und fernsah.
So mutig Nupp auch ist, so traute er sich einfach nicht, Johnny zu sagen, dass sein Lohn zu hoch war. Bis er eines Tages die verrückte Wollweber-Bande traf. Vor Mitleid entschloss die Bande sich das Geschäft neu aufzuziehen und drängte Nupp dazu Johnny rauszuwerfen. Johnny war ein fröhlicher Schwarzarbeiter und mündlich hatte man sich darauf geeinigt, dass man den jeweiligen anderen zwei Wochen vorher bescheidgibt.
Johnny aber, der nicht auf seine Pfründe verzichten will, verlangt noch eine Monat vollzahlung - im Voraus, versteht sich.
Er kommt weiterhin fröhlich zur Arbeit angetrottet und verlangt sein Lohn, auch wenn es kaum noch Arbeit gab.
Nupp will den Laden denn auch dichtmachen, aber der Onkel besteht darauf, dass der Laden weiterläuft aus Angst die Kunden würden ihn vergessen. Das Problem war nur, dass es keine Kunden gab.
So beschloss man eine vorübergehende Notschließung des Restaurants, eine vorgezogene Rückreise von Nupp nach Thailand. Soll der Johnny doch vor geschlossenen Türen stehen...
Des Drama erster Teil...
P.S.: Nupp war in Laos und Sipsongpanna trekken... Absolute interesting!!! Den halten wir uns warm....
31 July 2006
30 July 2006
26 July 2006
Multikulti (1): London und der Duft Thailands
Mit London verbinden ja die meisten ja all das, was sie auch im gleichen Atemzug über England oder gar Großbritannien assoziieren würden. Big Ben, Westminster, Tower Bridge, die Queen und ihr Buckingham, cream tea und Doppeldeckerbusse.
Die Wahrheit ist jedoch, dass London wohl so englisch ist wie der Fish and Chips gesund - nämlich kaum. In ihren Wohnbezirken ist London indisch, karibisch, chinesisch, italienisch, australisch... und und und. Und jetzt, wo wir hier tropische Temperaturen haben, habe ich nicht selten den Anflug als wäre ich in Thailand. Klingt weit hergeholt, ist es aber nicht. Zumindest wenn man Thailand nicht nur per Klischee kennt mit Tempel, Reisfelder und Mönche auf der Straße.
Aber hey, es gibt sie die Mönche! In London! In Boots (die Britische Antwort auf Rossmann) stieß ich unlängst auf saftranfarbene Heiligkeiten - aus Sri Lanka. Aber immerhin. Aber wenn man Thailand eher auf einer eher sensualen Ebene kennt, der durchlebt ein Déjà-Vu.
Da wäre einmal der 24-Stunden-Tesco. Wie in Thailand, nur dass er dort Lotus, BigC oder Carrefour heißt. Wilkommen in der globalisierten Welt.
Dann die kleinen Off-Licence-Shops (die Alk verkaufen dürfen) mit Gemüsestand und Neonlicht. Das Thailandfeeling bekommt einen Schub... Und sorry, der Dreck erinnert auch an Thailand. Fehlen nur noch die Straßenhunde. Geruchmäßig ist das der perfekte Mix aus Garküchen- und Schmutzgeruch. Wie in Bangkok in einer Nebenstraße. Bei der massiven 'tropischen' Reizüberflutung' verblasst jede viktorianische Architektur. Aber selbst den haben die Briten ja exportiert, nach Indien, Burma, Karibik... Die Auto fahren links, das ist noch ein anderer Faktor.
Irgendwie erinnert mich London weniger an Deutschland als an Thailand, aller geographischer Distanzen zum Trotz. Es fällt einfach schwerer sich vorzustellen, man wäre in München oder gar Hamburg. Schließt man jedoch seine Augen, und nimmt einen Atemzug (bzw. versucht es), da ist er, der Duft Thailands, bzw. der Duft Bangkoks. Abgase und Bratfett, Müllgeruch und Räucherstäbchen. Einzigartig.
In Southall, Londons Mini-Mumbai, fühlt man sich wie nach Pahurat oder Banglamphu versetzt. Läden mit Tücher und Klamotten voll behängt, Stände, die bis zur Däcke mit Musikkassetten bepflastert sind, Schmuckläden und alles breitet sich auf den Bürgersteig aus - wie in Bangkok.
In Deutschland gibt es ja so was nicht irgendwie ist alles zu ordentlich, obwohl in Hamburg der Steindamm sich als Klein-Istanbul ganz gut macht... Aber der deutsche bürgerliche Mief sitzt einfach zu fest.
Tjs, in diesem Sinne mein persönlicher Dank an alle Jamaikaner, Inder oder woher auch immer, dass Ihr dieses Thailand-Flair mit kreiert und die Zeit zwischen bis zu meiner nächsten Thailand-Besuch (schniff) versüßt....
Die Wahrheit ist jedoch, dass London wohl so englisch ist wie der Fish and Chips gesund - nämlich kaum. In ihren Wohnbezirken ist London indisch, karibisch, chinesisch, italienisch, australisch... und und und. Und jetzt, wo wir hier tropische Temperaturen haben, habe ich nicht selten den Anflug als wäre ich in Thailand. Klingt weit hergeholt, ist es aber nicht. Zumindest wenn man Thailand nicht nur per Klischee kennt mit Tempel, Reisfelder und Mönche auf der Straße.
Aber hey, es gibt sie die Mönche! In London! In Boots (die Britische Antwort auf Rossmann) stieß ich unlängst auf saftranfarbene Heiligkeiten - aus Sri Lanka. Aber immerhin. Aber wenn man Thailand eher auf einer eher sensualen Ebene kennt, der durchlebt ein Déjà-Vu.
Da wäre einmal der 24-Stunden-Tesco. Wie in Thailand, nur dass er dort Lotus, BigC oder Carrefour heißt. Wilkommen in der globalisierten Welt.
Dann die kleinen Off-Licence-Shops (die Alk verkaufen dürfen) mit Gemüsestand und Neonlicht. Das Thailandfeeling bekommt einen Schub... Und sorry, der Dreck erinnert auch an Thailand. Fehlen nur noch die Straßenhunde. Geruchmäßig ist das der perfekte Mix aus Garküchen- und Schmutzgeruch. Wie in Bangkok in einer Nebenstraße. Bei der massiven 'tropischen' Reizüberflutung' verblasst jede viktorianische Architektur. Aber selbst den haben die Briten ja exportiert, nach Indien, Burma, Karibik... Die Auto fahren links, das ist noch ein anderer Faktor.
Irgendwie erinnert mich London weniger an Deutschland als an Thailand, aller geographischer Distanzen zum Trotz. Es fällt einfach schwerer sich vorzustellen, man wäre in München oder gar Hamburg. Schließt man jedoch seine Augen, und nimmt einen Atemzug (bzw. versucht es), da ist er, der Duft Thailands, bzw. der Duft Bangkoks. Abgase und Bratfett, Müllgeruch und Räucherstäbchen. Einzigartig.
In Southall, Londons Mini-Mumbai, fühlt man sich wie nach Pahurat oder Banglamphu versetzt. Läden mit Tücher und Klamotten voll behängt, Stände, die bis zur Däcke mit Musikkassetten bepflastert sind, Schmuckläden und alles breitet sich auf den Bürgersteig aus - wie in Bangkok.
In Deutschland gibt es ja so was nicht irgendwie ist alles zu ordentlich, obwohl in Hamburg der Steindamm sich als Klein-Istanbul ganz gut macht... Aber der deutsche bürgerliche Mief sitzt einfach zu fest.
Tjs, in diesem Sinne mein persönlicher Dank an alle Jamaikaner, Inder oder woher auch immer, dass Ihr dieses Thailand-Flair mit kreiert und die Zeit zwischen bis zu meiner nächsten Thailand-Besuch (schniff) versüßt....
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